Knapp 50 Sessions wurden an den beiden Tagen angeboten.

WTF is Content Strategy?

Zum zweiten Mal fand das Content Strategy Camp am Mediencampus in Dieburg statt. Bekannte Gesichter, interessante Diskussionen, aber immer noch die gleiche Frage: WTF is Content Strategy?

Über 200 Teilnehmer hatten sich für's #cosca14 angemeldet.
Über 200 Teilnehmer hatten sich für’s #cosca14 angemeldet.
Jaroslaw Animucki und Lisa Bredenbals berichteten mit mir live vom #cosca14.
Jaroslaw Animucki und Lisa Bredenbals berichteten mit mir live vom #cosca14.

Auch dieses Jahr war ich im Organisationsteam des Content Strategy Camps. Letztes Jahr war es noch ein studentisches Projekt, dieses Mal habe ich mich mit meinen Kommilitonen Lisa Bredenbals und Jaroslaw Animucki freiwillig als Helfer gemeldet. Und wie erwartet haben wir viele bekannte Gesichter gesehen: So war beispielsweise Frank Hamm wieder da – wie eigentlich auf jedem Barcamp im Rhein-Main-Gebiet. Auch Heinz Wittenbrink (dieses Mal ohne Brigitte Alice Radl) war wieder in Dieburg und stellte den neuen Studiengang für Content Strategy vor, den er bereits beim Content Strategy Forum 2014 (#CSForum14) angekündigt hatte.

 

Nicht nur abwechslungsreich, sondern multimedial!

Knapp 50 Sessions wurden an den beiden Tagen angeboten.
Knapp 50 Sessions wurden an den beiden Tagen angeboten.

Thematisch war das #cosca14 nach wie vor sehr abwechslungsreich. Immer wieder stellte sich die gleiche Frage: „Verdammt, in welche Session soll ich jetzt bloß gehen?“ Jedoch machte sich in diesem Jahr ein Trend bemerkbar: „Bewegtbild“ war das Stichwort. Erstaunlich viele Sessions beschäftigten sich mit diesem Thema – leider drehte es sich hier jedoch hauptsächlich um YouTube. Unter Bewegtbild verstehe ich auch Formate wie Animationen oder Gifs, aber das klassische Video war dann doch Kern jener Sessions.

Die Organisatoren der Veranstaltung hatten dieses Jahr die so gennante „Content Strategy Map“ aufgestellt. Hier konnten die Teilnehmenden Stichworte, Definitionen und Anmerkungen rund um das Thema Content Strategie aufschreiben. Die Beteiligung war jedoch zu Beginn alles andere als rege. Kein Wunder also, dass am zweiten Tag des Camps sogar zwei Sessions zum Thema „What The Fuck is Content Strategy?“ angeboten wurden: ein Versuch, diesen Begriff zu definieren und die besagte Content Strategy Map mit Ideen zu füllen.

 

#WieSagIchsMeinerOma

Eine dieser Sessions haben Jaroslaw Animucki und ich angeboten – kombiniert mit einem Bullshit-Bingo. Unsere Teilnehmenden sollten erklären, was für sie Content Strategy bedeutet – und zwar so, dass es selbst ihre Oma verstehen würde. Dabei durften sie bestimmte Buzzwords (etwa: Corporate, Content-Audit, Keyword, Monitoring, Best Practice…) nicht benutzen. Zeitgleich konnten alle Teilnehmenden am Bingo teilnehmen: Die verbotenen Buzzwords standen auf Bingo-Karten. Wer vier dieser Worte in einer Reihe durchgestrichen hatte, durfte „Bingo!“ rufen.

Sabine Hueber (@designeon) twittert über unsere Session.
Sabine Hueber (@designeon) twittert über unsere Session.

Die finale Definition von Content Strategy lautete:

„Content Strategy ist eine Strategie, die von einem interdisziplinären Team aus Textern, Designern und Entwicklern konzipiert wird. Sie soll helfen, Inhalte zielgruppengerecht aufzubereiten und zu pflegen.“

Glücklich mit diesem Ergebnis waren nicht alle Session-Teilnehmer: Es fehlten die verschiedenen Sprachen. Und es müsse kein interdisziplinäres Team sein: Viele Spezialisten, die durch einen Content Strategen moderiert werden, könnten ebenfalls eine Content Strategie entwickeln.

 

Keine Defintion, aber tolles Barcamp

Was also Content Stratgie wirklich ist, ist schwer zu definieren. Eine „Das-versteht-sogar-meine-Oma“-Definition blieb leider auch dieses Jahr aus. Schade! Dennoch war das #cosca14 wieder jede Sesssion wert. Ich freue mich auf nächstes Jahr!

Und zum Schluss noch ein kleiner Lesetipp: Hannelore Becker („die beckerin“) hat in ihrem Blog einen schönen Rückblick auf das Camp geschrieben und eine kleine Linkliste angelegt.